Die mit 3D-Druck gefertigte Cabrio-Kollektion, die auf der MIDO2015 in Mailand vorgestellt wurde, zeigt, wie die Brillenfertigung von 3D-Druck profitieren kann. Die Kollektion ist ästhetisch ansprechend und erfüllt gleichzeitig die Anforderungen an Physiologie und Leistung. 3D-Druck bietet Designfreiheit über die Möglichkeiten herkömmlicher Fertigung hinaus. So bietet die Cabrio-Kollektion kleine, komplexe Geometrien sowie eine poröse Struktur, die an Zellulose erinnert und für ein organisches Erscheinungsbild sorgt. Hinter dieser Kollektion steht ein symbiotischer Co-Creation-Prozess und der Beitrag von Materialise zur Fertigung von Luxusgütern für Verbraucher.

Gemeinsame Gestaltung

Dieses Projekt ist der Inbegriff von Co-Creation, denn die Kernkompetenzen beider Partner kommen optimal zum Tragen. Hoet lieferte die Philosophie, die hinter dem Design steht, und brachte seine umfangreiche Erfahrung auf dem Brillenmarkt ein. Für Hoet sind die Brillen der Cabrio-Kollektion kein reines Accessoire, sondern ein künstlerischer Ausdruck des Trägers. Mit einer Brille sehen Sie die Welt nicht nur anders, auch die Welt wird Sie mit anderen Augen sehen. Bei der Produktion der Gestelle setzte sich Materialise das Ziel, die ideale Balance zwischen Materialeigenschaften, Prozessparametern und technischen Designparametern zu finden. Auf diese Weise will Materialise die optimale Leistung hinsichtlich Erscheinungsbild und Funktionalität des Endprodukts erreichen.      

Zertifizierte Fertigung  

Vor Fertigungsbeginn mussten nach der Designphase spezielle Produktionsherausforderungen gemeistert werden. Die wichtigsten Anforderungen – Wiederholbarkeit und Beständigkeit – die für die Brillenproduktion unerlässlich sind, müssen mit 3D-Druck auf spezielle Weise gelöst werden.

Das Fertigungsteam minimierte Abweichungen und optimierte die Toleranzen der 3D-Drucktechnologie mit einer Reihe von Schritten, angefangen damit, dass Maschinen nur für das Drucken von Brillen bereitgestellt wurden. Nun hat Materialise Maschinen entwickelt, die speziell auf das 3D-Drucken von Brillengestellen abgestimmt sind. Das Fertigungsteam konnte außerdem die Toleranzen der Technologie auf einen Wert verringern, der die hohen Anforderungen der Branche sogar übertrifft. 

 

Fertigungsprozesse

Brillen werden bereits seit Jahrhunderten getragen, aber mit 3D-Druck kommen Sie durch eine einzigartige Modernität im 21. Jahrhundert an. So forderte Hoet ein spezielles Finishing in mattem Schwarz mit organischem Erscheinungsbild, das durch eine Spezialbehandlung der Oberflächenstruktur erreicht wurde. Dadurch hebt sich die Kollektion von herkömmlich gefertigten Brillen ab.

 

Ein Blick nach vorn

Durch diese Zusammenarbeit mit Hoet wird Materialise zum Hersteller für Luxus-Gebrauchsgüter. Es eröffnet sich eine ganz neue Welt der Fertigungs- und Endbearbeitungsprozesse mit fortschrittlichster 3D-Drucktechnologie. Das Team von Materialise ist stets darum bemüht, sein Portfolio zu erweitern, um unterschiedlichste Anforderungen zu erfüllen, und die Entwicklungserwartungen der Endkunden an ein Highend-Unternehmen wie Hoet zu verstehen. Die nächsten Designs weisen zusätzliche Vielfalt auf und werden im September 2015 auf der Optikmesse Silmo in Paris vorgestellt.

 

 

All photos by Negin Sadeghi

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